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In dieser Übersicht finden Sie demnächst nähere Informationen zu den allen Gemeinden unserer Pfarrei Hl. Cäcilia in Ludwigshafen.

St. Dreifaltigkeit


St. Josef


St. Gallus

Bild: von Hartmann Schedel (Eigenes Werk (scan from original book)) [Public domain], via Wikimedia Commons

Mittwoch, 05. August 2020

Impuls 05.08.2020

Foto: U. Stenz

Liebe und Leiden

„Liebe ohne Leiden“ wünschte vor langer Zeit ein Schlagersänger seiner Tochter mit einem Lied. Ich bin mir nicht sicher, was ich von diesem Wunsch halten soll. Kann es denn Liebe ohne Leiden geben? Ist das überhaupt wünschenswert? Ich meine, dass mit der Liebe das Leid schon wenigstens ansatzweise mitgegeben ist. Zumindest wenn „lieben“ heißt: wünschen, dass etwas oder jemand bleibt und nicht geht oder vergeht. Ist nicht die Liebe immer auch so etwas wie ein Funke der Ewigkeit, der in unserem Leben aufleuchtet und uns befeuert? Doch sie trifft zwangläufig immer in unser vergängliches Leben; in ihr prallen Ewigkeit und Endlichkeit aufeinander. Das ist manchmal nicht schlimm, kaum spürbar vielleicht. Manchmal entsteht nur ein bisschen Reibung, aber manchmal zerreißt es einem das Herz.
Liebe äußert sich also manchmal auch im Schmerz. Kann sich dann nicht umgekehrt der Schmerz in Liebe ausdrücken, gleichsam zurückverwandeln? – dann nämlich, wenn wir gerade in schwierigen Situationen, die wehtun, erst recht an der Liebe festhalten: zum Nächsten, zu Gott, zu uns selbst.
Das ist eine große Herausforderung. Der Blick auf Jesus am Kreuz kann uns dazu Kraft geben: Im größten Leid blieb er der Liebe treu – zu seiner Mutter, seinem Freund Johannes, selbst zum Verbrecher neben ihm – zu allen.
Vielleicht wäre das wirklich ein Wunsch: Ich wünsche Dir, dass Du auch im Leid die Kraft hast, zu lieben. (Udo Stenz)

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